Die guten, alten Zeiten werden zurzeit genauso oft als Wunsch geäußert wie die Sehnsucht, dass doch alles wieder so normal wie vor den virengetriebenen und militärischen Konflikten sein sollte. Gleichzeitig hört man aber auch an jeder Ecke die Forderung nach Innovation und die Notwenigkeit, sich täglich neu erfinden zu müssen. Wie passt das zusammen? Innovativ und dabei so zu sein wie früher!
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Energie, Material, Wasser und Mitarbeiter werden in den aktuellen Krisen immer mehr zu wertvollen Ressourcen. Gerade in der Transportbranche bremsen Engpässe das Wachstum und lassen die Kosten teilweise explodieren. Zwei Brüder aus Rietberg begreifen diesen Ressourcen-Mangel als Chance und haben „in einem Hühnerstall“ ein System für die nachhaltige Reinigung des Lkw-Laderaums entwickelt.
Täglich werden in Deutschland etwa 54 Hektar als Siedlungs- und Verkehrsfläche neu ausgewiesen. Das entspricht einer Größe von etwa 76 Fußballfeldern. Bis 2050 soll der Flächenverbrauch auf Netto-Null reduziert werden und somit der Übergang in eine Flächenkreislaufwirtschaft vollzogen sein – so steht es im Klimaschutzplan der Bundesregierung. Das kann aber nur gelingen, wenn das Potenzial von Brownfields erkannt wird, denn Brachflächen zu revitalisieren gehört zu den größten Möglichkeiten der Immobilienbranche und ist ökonomisch und ökologisch zugleich.
Ein Gespräch mit Christoph Hoppe | Foto: Detlef Güthenke „Wer lesen kann, ist klar im
Nicht nur in der Höhle der Löwen, sondern auch rund um Gütersloh nähern sich Start-ups und erfolgreiche, finanzkräftige Unternehmen an und buhlen um ein auf allen Ebenen profitables Miteinander: Mitarbeiter scannen den Markt, arbeiten mit Talent-Scouts und sind in entsprechenden Fachbörsen online unterwegs und aktiv. Häufig kommen Start-ups aber auch aktiv auf die großen Firmen zu. Denn natürlich wissen sie: Teamwork makes the dream work …
Um es gleich vorwegzunehmen: Die Neuerfindung der Gesellschaft findet – zumindest durch die Pandemie bedingt – nicht statt. Zu träge sind wir bislang mit dem umgegangen, was uns Corona an temporären Veränderungen gebracht hat.
Die Innovationskraft eines Unternehmens entscheidet heute über dessen wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg. Sie ist Voraussetzung für kreative Prozesse, an deren Ende ein neues Geschäftsmodell oder ein innovatives Produkt steht.
Wer hätte besser über die Ursachen erzählen können als einer, der die Höhen und Tiefen der Möbelbranche in den vergangenen Jahrzehnten miterlebt hat? Meine Wahl fiel auf Leo Lübke, der seit 1994 Geschäftsführer von COR Sitzmöbel in Rheda-Wiedenbrück ist.
Er gilt als verkanntes Genie: Karl Freiherr von Drais, der vor gut 200 Jahren das erste Fahrrad erfand. Doch nicht nur das. Was das Vehikel aus heutiger Sicht so interessant macht: Es war aus Holz. Klobig und klapprig zwar – und als eine Art Laufrad konzipiert, saß der Erfinder am 12. Juni 1817 auf dem Sattel und setzte ein Bein vor das andere. Und so war es geboren: das Rad. Aus Holz. Zum Patent angemeldet am 12. Januar 1818.
Besucht man ländliche Museen, so besichtigt man überwiegend Produkte aus Holz. Bis zur Erfindung des mineralölbasierten Kunststoffs blieb Holz ein unverzichtbarer, weil meist verwendeter Werkstoff. Vor der Industrialisierung bestanden weitgehend alle einfacheren Gegenstände, Werkzeuge, Fahrzeuge und Bauten aus Holz. Handgeschmiedetes Eisen, etwa Nägel, waren kostbar und teuer. Transport- und Aufbewahrungsbehälter wie Kisten, Fässer und Wannen, Haushaltsgegenstände, Schuhe und vieles mehr: Eine ganze Bandbreite von Holzhandwerkern verwandelten Bäume zu dem, was der Mensch zum Leben, Arbeiten und Wohnen brauchte.
