Autor: Thorsten Wagner-Conert

Thorsten Wagner-Conert, Jahrgang 1963, ist Immer-und-ewig-Gütersloher. Bevor er sich ganz dem Journalismus verschrieb, hatte er zunächst als Kaufmann und später als Arbeitspädagoge gearbeitet. Er sieht sich selbst als Menschensammler im besten Sinn: „Für mich gibt es nichts Spannenderes als Menschen“, meint er.  Seine Entdeckungen im Kreis Gütersloh finden sich auch in faktor3 wieder – angereichert durch eigene Fotografien.
Freiheit ist auch die Freiheit der anders Arbeitenden

Freiheit ist auch die Freiheit der anders Arbeitenden

Es kam mit der Corona-Pandemie, um zu bleiben: das Homeoffice. Die einen spürten in der fraglichen Krisenzeit einen gesetzlich auferlegten Zwang, der ihnen zusätzlich zum Virus belastend erschien. Die anderen entdeckten ungeahnten Komfort und Freiheiten, von denen sie vorher nicht zu träumen wagten: Es klingt banal, aber ein halbes Stündchen länger schlafen, weil man sich den Kampf durch den Berufsverkehr sparen konnte, ist ein kleines Stück Lebensqualität.

Für mehr Job-Attraktivität: Das Drumherum zählt

Der Fachkräftemangel hat den Arbeitsmarkt zu einem Arbeitnehmermarkt gemacht. Und da heißt es: Wenn Unternehmen nicht in die Röhre gucken wollen, müssen sie kreativ sein. Ihre freien Arbeitsplätze sollten schmackhaft angeboten werden – mit genügend Benefits. Und sie sollten Appetit machen auf eine unterschätzte Region, die für manche immer noch so klingt, als müsse man da schnell durch.

Verräterisches: Zahlen bitte!

Wer einen Eindruck davon bekommen will, wie sich eine Region in 50 Jahren verändern kann, der muss lange aufmerksam und geduldig die Augen offenhalten. Oder aber er vergleicht Zahlen, Daten, Fakten an einem verregneten Tag. Letzteres ist sehr aufschlussreich, wenn man zum Beispiel den ersten „Zahlenspiegel“ (1974) des Kreises Gütersloh neben die aktuellen „Zahlen|Daten|Fakten“ (2022) legt. Eine kleine Zeitreise …

Gütersloh Golfkrieg Gorbi

Gütersloh Golfkrieg Gorbi

Horst Haase ist ein entspannter Ruheständler, 83 Jahre alt, körperlich und geistig gesund, „und ich hoffe, die anderen merken das auch.“ Im 23. Ruhestandsjahr genieße er die Tage dankbar, sagt er über seinen heutigen Alltag. Der Mann hat sich seinen eigenen Humor bewahrt, seinen eigenen Führungsstil hatte er auch – und eine Idee, wie erfolgreiche Polizeiarbeit geht. Mit dem Kreis Gütersloh hatte er bei Gründung Berührung – und später wieder als Polizeichef.

Sie läuft und läuft und läuft …

Sie läuft und läuft und läuft …

An einem Freitagnachmittag, punkt 16 Uhr: Die Menschen, die sich jetzt noch im Kreishaus an der Gütersloher Herzebrocker Straße aufhalten, kann man an fünf Fingern abzählen. Einer dieser Menschen ist Gabriele Kubitsch. Fröhlich steht sie da, so gar nicht wochenendreif, aufgeschlossen, sie wirkt, wie die Gastgeberin in ihrem Haus. Sie ist bereit zu reden – zu reden über ein besonderes Jubiläum. Und da geht es nicht um „50 Jahre Kreis Gütersloh“. Es geht um 50 Jahre beim Kreis Gütersloh. Es geht um Gabriele Kubitsch, ihren einen Arbeitgeber – und es geht um ihre Liebe zur Arbeit.