Wegwerfen? Denkste! Das ist das Motto vom Repair Café Rheda-Wiedenbrück, das einmal monatlich während der Schulzeit die Türen zum Foyer der Osterrath-Realschule öffnet. Hier, am Burgweg, wird dann zwischen 14 und 17 Uhr genagelt, geklebt und geklammert; gelötet, gestopft und geflickt – aber bitte mit Sahne, Torte und Kaffee und mit ganz viel Zwischenmenschlichem.
Im Gütersloher Klärwerk Putzhagen kommen pro Jahr etwa 6,3 Millionen Kubikmeter Abwasser aus privaten Haushalten und Gewerbebetrieben an. Das Abwasser enthält nicht nur Fäkalien, sondern auch Speisereste, Papier oder Reststoffe aus der Industrie. Bevor das Klärwerk das Wasser in die Dalke leiten kann, durchläuft es einen gründlichen Reinigungsprozess.
Voilá, die Kaffeetafel ist gedeckt. Einmal komplett die „Wildrose“ von Villeroy & Boch, darunter das weiße Damast-Tischtuch. Das „gute Besteck“ ist auf Hochglanz poliert, und neben der bauchigen Kanne steht eine einzelne Rose in schlanker Vase. Um den Esstisch aus Kiefernholz gruppieren sich gepolsterte Stühle mit hohen Lehnen. Alles etwas „Yesterday“, aber so feinfühlig arrangiert, dass man sofort Platz nehmen möchte an diesem heimeligen Ort. Weil der Kaffee hier vermutlich so schmeckt, wie die Kanne verspricht und die Sahne zum Kuchen noch mit der Hand geschlagen worden ist. Man wird ja noch träumen dürfen.
Am nachhaltigsten ist es, wenn etwas gar nicht neu produziert, sondern wiederverwendet wird. Das funktioniert tatsächlich auch beim Bauen. Mit 35 Jahren Erfahrung im Bereich Baudenkmalpflege weiß die Rietberger Fachwerkstatt Drücker, wie nachhaltiges Bauen funktioniert.
Es sind die 1980er, die Zeit der Bioläden und Anti-Atomkraftbewegung. Grüne Politik kommt auf, das Bewusstsein der Menschen für den Umgang mit unserer Umwelt wächst. So auch bei Gisela Kaufmann-Maas und Reinhard Maas, die kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes auf der Suche nach einer Alternative zur müllintensiven Plastikwindel sind. Fündig werden die Beiden bei einem Produzenten in Süddeutschland, der allerdings nur an gewerbliche Kunden liefert. Also melden sie ein Gewerbe an, ohne zu ahnen, welche Erfolgsgeschichte damit beginnt.
Mit 2.264 Sonnenstunden pro Jahr* liegt Gütersloh weit
hinter Deutschlands sonnigster Stadt Offenburg mit 2.791 Stunden.
Dennoch zählt die jüngste Großstadt Deutschlands in Solarausbau-Rankings regelmäßig zu den Top-Adressen.
Der Versuch, im Unternehmen nachhaltig zu arbeiten und zu wirtschaften, gleicht dem, einen Pudding an die Wand zu nageln. Man weiß nicht so recht, wo man ansetzen soll, erkennt nicht, was Priorität hat, verzweifelt an der unendlichen Weite des Arbeitsfeldes. Es sei denn, man macht es wie beispielsweise die Volksbank Bielefeld-Gütersloh: Die gibt dem Thema Nachhaltigkeit nicht nur Raum, sondern auch ein professionelles Team, das sich mit nichts anderem beschäftigt als der Nachhaltigkeit zur Absicherung einer guten Zukunft.
Es ist noch früh am Morgen, als der silbergraue Spezial-Truck auf das Gelände von Schenke Delikatessen an der Rhedaer Straße abbiegt. Zwei Männer im Arbeitsoverall der Gütersloher Zimmermann-Gruppe steigen aus und schlagen in Windeseile dicke Schläuche an, die ihr Fahrzeug mit dem Gebäude verbinden. Anschließend pumpen sie die „Brühe“ aus dem Fettabscheider des Lebensmittelgeschäfts in den Bauch des Lkws.
Der Mann hat Kreislauf im doppelten Sinn: Einerseits brennt Diplom-Geologe Frank Kramer für seinen Job
Nachhaltigkeit und zirkuläre Wirtschaft gehören bei vielen Unternehmen (nicht nur) in Ostwestfalen zu den zentralen Themen. Doch wissen die Unternehmen voneinander, und kann man gegenseitig vom vorhandenen Wissen profitieren? Hier setzt die Initiative CircularOWL an, die als Plattform bereits bestehende Initiativen vernetzt und die Möglichkeit zum Austausch untereinander bietet.
